Historie des Südbaden Cups
Seit 1994 eine der ältesten und konstantesten Backgammon Turnierserien im deutschsprachigen Raum
1994 – 1998
Die Anfänge
1999 – 2000
Neue Leitung und neuer Ort
2001 – 2003
Ausbau und Rückschläge
2003 – 2006
Der Neuanfang
2007 – 2020
Wachstum und Jubiläum.
2020-2022
Coronazeit und Zwangspause
2022-2025
Neustart, und Systemwechsel.
2026 – heute
Der Südbaden-Cup
1994-1998
Die Anfänge des Südbaden-Cups
Die Backgammon-Turnierserie „Südbaden-Cup“ wurde bereits 1994 von Claus Weissbarth ins Leben gerufen und ist damit deutschlandweit die älteste ihrer Art. Genau genommen fanden die ersten drei Turniere jedoch bereits 1993 im „Schwarzwälder Hof“ in Emmendingen statt, ohne dass damals ein Südbadischer Meister gekürt wurde.
Gespielt wurde seinerzeit in zwei Spielklassen (Champions und Beginners), wobei lediglich eine gemeinsame Rangliste erstellt wurde und die erspielten Punkte der Champions doppelt in die Wertung einflossen. Erster offizieller Südbadischer Meister wurde im Jahr 1994 Thomas Gettwart aus Umkirch, gefolgt von Uwe Brixius aus Saarbrücken.
1999-2000
Wechsel in der Turnierleitung und neue Spielstätten
Nach dem Ausscheiden von Claus Weissbarth übernahmen zu Beginn des Jahres 1999 mit Silvia Faust, Martina Fischer und Margit Birk drei Damen die Turnierleitung. Bedingt durch einen Pächterwechsel im „Schwarzwälder Hof“ erfolgte im Frühjahr desselben Jahres der Umzug in den „Goldenen Sternen“ am Tennenbacher Platz in Freiburg.
2001-2003
Ausbauphase und erste Rückschläge
Anfang 2001 wechselte die Turnierleitung erneut zu Roland Klein und Michael Hager, die mit dem „Abseits“ (später „Café Elch“) auch eine neue Location im Freiburger Osten fanden. In dieser Phase wurden zeitweise bis zu neun Turniere pro Jahr veranstaltet.
Sinkende Teilnehmerzahlen führten jedoch dazu, dass auch diese beiden die Segel strichen und im Januar 2003 ihr letztes Turnier ausrichteten. Aufgrund fehlender Unterlagen lassen sich die Resultate aus den Jahren 1999 bis 2002 leider nicht mehr vollständig nachvollziehen.
2003-2006
Neuanfang und Etablierung unter Thomas Gad
Dass der Südbaden-Cup nicht endgültig dem Untergang geweiht war, hatte die südbadische Backgammon-Szene Thomas Gad zu verdanken. Er initiierte die Turnierserie im Dezember 2003 neu und führte eine dritte Spielklasse ein.
Trotz zunächst überschaubarer Teilnehmerzahlen blieb Thomas beharrlich am Ball und schaffte es nach und nach, das Turnier wieder zu etablieren – zunächst im „la Cantina“ auf dem Freiburger Güterbahnhofgelände, ehe im Herbst 2006 der Umzug ins „roccafé“ in Denzlingen bei Freiburg erfolgte.
2007-2020
Wachstum, Jubiläum und personelle Veränderungen
Mit Michael Schoppmeyer holte sich Thomas bald einen Mitveranstalter ins Boot. Bereits 2007 stiegen die Teilnehmerzahlen auf rund 40 Spielerinnen und Spieler pro Turnier an.
Einer der Höhepunkte dieser Phase war das zweitägige Jubiläumsevent zum 20-jährigen Bestehen des Südbaden-Cups im September 2014, bei dem über 60 Spielerinnen und Spieler an den verschiedenen Wettbewerben teilnahmen.
Zum Abschluss der Spielzeit 2017 erfolgte eine weitere Veränderung in der Turnierleitung: Thomas Gad trat aus familiären Gründen zurück, und mit Claus Weissbarth übernahm der Initiator des Südbaden-Cups erneut die Verantwortung.
2020-2022
Corona-Pandemie und Zwangspause
Die Corona-Pandemie brachte der Turnierserie ab dem Frühjahr 2020 einen tiefen Einschnitt. Aufgrund der zeitweisen Schließung des „roccafés“ sowie der behördlichen Auflagen der Gemeinde Denzlingen konnten über nahezu zweieinhalb Jahre hinweg keine Turniere stattfinden.
2022-2025
Neustart, Systemwechsel und neuer Schwung
Der Neustart im Juni 2022 gestaltete sich zunächst zäh, zumal sich zu den ersten Post-Corona-Turnieren im Restaurant des „roccafés“ lediglich rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einfanden. Nach dem Rückzug von Michael Schoppmeyer unterstützte Jens Handwerker die Turnierorganisation bis zum Ende des Jahres 2023 als Co-Veranstalter.
Im Jahr 2024 erfolgte eine Umstellung des Turniermodus auf ein Rundenturnier nach Schweizer System mit anschließender KO-Runde. Nach dem Ausscheiden von Jens stieß mit Matthias Krings ein sehr erfahrener Turnierspieler zum Team. Er unterstützte die Einführung des neuen Spielsystems durch die Konzeption und Umsetzung softwarebasierter Auslosungen entscheidend.
Im September desselben Jahres wurde die Turnierleitung schließlich durch Matthias Braun verstärkt, einen Backgammon-Enthusiasten, der mit großem Engagement für frischen Wind sorgte. Gemeinsam mit Claus Weissbarth und Matthias Krings formiert sich seither das bis heute bestehende Veranstalter-Trio des Südbaden-Cups.
Der Südbaden-Cup heute
Von den Folgen der Corona-Pandemie hat sich die traditionsreiche Turnierserie inzwischen vollständig erholt. Dies zeigt sich eindrucksvoll an den stetig wachsenden Teilnehmerzahlen: Im Jahr 2025 kamen durchschnittlich exakt 55 Backgammon-Spielerinnen und -Spieler zu den Turnieren ins „roccafé“. Damit ist der Südbaden-Cup neben Hamburg das bestbesuchte Regionalturnier in Deutschland.
Deutschlandweit und auch über die Landesgrenzen hinaus hat sich der Südbaden-Cup innerhalb der Backgammon-Szene sowie im Umfeld des Deutschen Backgammon-Verbands als feste und weithin bekannte Größe etabliert. Regelmäßig sind starke Spielerinnen und Spieler aus dem gesamten süddeutschen Raum, dem Elsass und der Schweiz vertreten. Die Turnierserie dient zudem als offizielle Qualifikationsmöglichkeit für die Deutsche Meisterschaft, wobei mehrere Startplätze über den Südbaden-Cup vergeben werden.
Darüber hinaus bietet der Südbaden-Cup auch begeisterten und ambitionierten Spielerinnen und Spielern ohne vertiefte Regelkenntnisse oder größere Turniererfahrung eine attraktive Einstiegsmöglichkeit. Mit der Spielklasse „Beginners“ existiert ein eigenes Format, das in dieser Form andernorts kaum anzutreffen ist und ein besonderes Merkmal der Turnierserie darstellt.